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Konvoi 51: Das 100. Fahrzeug und ein Abschied von Taras

vor 28 Minuten
3 Min. Lesezeit

Konvoi 51 ist zurück. Zwei Wochen nach dem Autotransport startete ein Konvoi bestehend aus einem 40-Tonner, einem 9-Tonner mit Anhänger (Auf diesem waren 4 weitere Anhänger geladen die übergeben werden sollten), einen Rettungswagen, einen Krankentransporter und ein Tanklöschfahrzeug nach Dmytriwka und Berestyn gebracht. Es war eine Fahrt mit Freude und mit Trauer.




Schon am 14. September ist ein Fahrzeugtransporter mit sieben PKW nach Dmytriwka gestartet.


Dieser Fahrzeugtransporter mit 7 PKW ist schon knappe 3 Wochen vor dem Hauptteil des Konvois aufgebrochen
Dieser Fahrzeugtransporter mit 7 PKW ist schon knappe 3 Wochen vor dem Hauptteil des Konvois aufgebrochen

Am Freitag, dem 2. Oktober, folgte der eigentliche Konvoi. Der 40-Tonner fuhr in Mehren los, in Sankt Augustin machten sich ein 9-Tonner mit Anhänger, ein Rettungswagen, ein Krankentransporter und ein Tanklöschfahrzeug auf den Weg. Auf dem Anhänger des 9-Tonners standen noch vier weitere Anhänger.


Die Fahrzeuge und das Team
Die Fahrzeuge und das Team

Die Nacht verbrachte das Team in Polen, zum Teil in den LKWs, zum Teil in Hotels. Am nächsten Tag ging es dann über die Grenze. Dieses Mal lief das zum Teil erstaunlich schnell.


Dirk, der den 40-Tonner steuerte, war positiv überrascht und lobte das Grenzpersonal auf beiden Seiten.


Was im 40-Tonner steckte

Der große LKW war mit rund 14 Tonnen Hilfsgütern geladen, verteilt auf etwa 1.500 Packstücke und 40 Paletten. Darunter waren Krankenhausbedarf, Medikamente und Verbandsmaterial, Windeln und Hygieneartikel, Feuerwehrausrüstung und Schläuche, Küchenutensilien, Bettwäsche, Kleidung, Isomatten, Schlafsäcke, Kinder-Notbetten, Behandlungsliegen, Computer und Drucker. Dazu kamen Rollstühle, Fahrräder, Reifen und rund 160 Pakete Kerzen. Jede Palette hatte ein festes Ziel, entweder Dmytriwka oder Berestyn.


Ein kleiner Rückblick. Hier wurde der 40-Tonner Anfang/Mitte September beladen.
Ein kleiner Rückblick. Hier wurde der 40-Tonner Anfang/Mitte September beladen.

Montag, 5. Oktober: Ankunft in Dmytriwka

Nach und nach trafen alle Fahrzeuge in Dmytriwka ein. Auf dem Programm stand zuerst der Besuch bei der neuen Bürgermeisterin.


Danach nahm der ganze Konvoi gemeinsam an einer Gedenkfeier für Taras Didytsch teil, dem Bürgermeister von Dmytriwka, der vor Kurzem bei einem russischen Angriff getötet wurde. Er war über Jahre ein enger Wegbegleiter unseres Vereins. Im Namen des ganzen Vereins wurder der Witwe ein Fotobuch mit gemeinsamen Erinnerungen überreicht und Blumen niedergelegt. Es war der traurige Teil dieser Reise, und er gehört dazu.


Die traurige Seite des Besuchs
Die traurige Seite des Besuchs
Abschied von Taras Didytsch. Wir haben seiner Witwe ein Fotobuch überreicht.
Abschied von Taras Didytsch. Wir haben seiner Witwe ein Fotobuch überreicht.

Nach der Trauerfeier haben wir die Fahrzeuge übergeben. Das Tanklöschfahrzeug geht an die Feuerwehr der Gemeinde, deren altes Fahrzeug erst vor Kurzem zerstört wurde. Dazu gehören Ausrüstung und Schutzkleidung. Es war das 100. Fahrzeug, das unser Verein in die Ukraine gebracht hat. Ein kleines Jubiläum.


Das Tanklöschfahrzeug in Dmytriwka. Es ist das 100. Fahrzeug, das wir übergeben haben. Ein kleines Jubiläum mit passendem Kennzeichen.
Das Tanklöschfahrzeug in Dmytriwka. Es ist das 100. Fahrzeug, das wir übergeben haben. Ein kleines Jubiläum mit passendem Kennzeichen.

Der 40-Tonner wurde noch am selben Tag zum Teil entladen. Spielzeug und Fahrräder gingen an die Kinderheime vor Ort. Etwa 250 Feuerlöscher und die Tarnnetze bekam die Armee, die Feuerlöscher sind für Evakuierungsfahrzeuge gedacht. Einer der Anhänger, ein übergebener PKW sowie der Krankentransporter wurden auch hier schon übergeben. Sie fahren aber später mit örtlichen Helfern weiter nach Berestyn.


Entladen in Dmytriwka: Pflegeprodukte, Spielzeug, Fahrräder, Tarnnetze.
Entladen in Dmytriwka: Pflegeprodukte, Spielzeug, Fahrräder, Tarnnetze.
Auch die Auflieger wurden entladen. Auf die hat man sich besonders gefreut.
Auch die Auflieger wurden entladen. Auf die hat man sich besonders gefreut.

Dienstag, 6. Oktober: weiter nach Berestyn

Der 40-Tonner fuhr am nächsten Tag mit einem kleinen Trupp weiter nach Berestyn. Ein Teil des Konvois trat da von Dmytriwka aus bereits die Heimreise an.


In Berestyn besuchten wir die Notküche, die wir unterstützen und die von Antonina geleitet wird. Sie bekam Kühlgeräte, darunter einen Kühlschrank und eine Gefriertruhe, und eine Palette Küchenutensilien, damit die Produktion effizienter läuft.


Kleine Führung. Antonina zeigt Teilnehmern des Konvois die Notküche, die durch unseren Verein mitfinanziert wird.

Die Feuerwehr in Natalja (bei Berestyn) erhielt Ausrüstung. Große Mengen Verbandsmaterial, Medikamente und Pflegeprodukte gingen an die örtlichen Krankenhäuser, der Rest an Flüchtlingsunterkünfte in der Stadt und im Umland. Werkzeug ging an die Armee. Der Krankentransporter wurde ebenfalls hier übergeben.


Der LKW wird nun entladen und ein paar wichtige Medikamente direkt übergeben.  Danach geht es auf den Heimweg.
Der LKW wird nun entladen und ein paar wichtige Medikamente direkt übergeben. Danach geht es auf den Heimweg.

Am Mittwoch machte man sich auf den Rückweg. Am Freitag, dem 9. Oktober, hatten alle Teilnehmer wieder deutschen Boden unter den Rädern.



Vielen Dank an die Fahrer und Begleiter, an alle, die gepackt, vorbereitet und mitgeholfen haben, und an euch, die ihr unseren Verein unterstützt. Ohne eure Hilfe wäre keine dieser Paletten angekommen.




Hilfe die ankommt.

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