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*Konvoi No. 49*: Hindernisse an der Grenze

Hilfstransporte in die Ukraine sind auch im Jahr 2026 keine Routine und jedes Mal aufs Neue ein logistischer und nervlicher Kraftakt. Unser aktueller Konvoi No. 49 hat uns das deutlicher denn je vor Augen geführt.


Spoiler vorweg: Trotz bürokratischer Hürden und tagelanger Verzögerungen haben wir es geschafft. Die benötigten Güter sind endlich am Ziel angekommen. :-)


Wenn Bürokratie die Hilfe bremst


Eigentlich sollte unser Team schon viel früher rollen. Doch neue Transportregeln für Gebrauchttextilien in Polen zwangen uns zu einer kurzfristigen Umplanung. Mit 10 Tagen Verspätung ging es am 9. April endlich los. Zwei 40-Tonner. Einer aus Bocholt und einer aus Sankt Augustin.


Die beiden Fahrer (Peter und Uwe) werden noch viel Geduld brauchen.
Die beiden Fahrer (Peter und Uwe) werden noch viel Geduld brauchen.

Um die neuen Hürden in Polen zu umgehen (wir hatten darüber berichtet), hatte man sich für die vermeintliche Ausweichroute über Ungarn entschieden. Rückblickend eine Entscheidung, die unsere Fahrer viel Kraft kostete, denn an der ungarisch-ukrainischen Grenze kam der Konvoi erstmal zum Stillstand.


Ein ganzer Tag verging mit Warten, Prüfungen und Schikanen. Die ungarischen Behörden unterstellten uns unterschwellig, die Hilfsgüter in der Ukraine verkaufen zu wollen. Das ist ein Vorwurf, den derzeit leider viele Hilfsorganisationen an dieser Grenze teilen, wie wir im Nachgang festgestellt haben.


Die Konsequenz: Ein Teil der Ladung musste komplett entladen und kontrolliert werden, bevor wir der Konvoi die Reise fortsetzen durfte.


13. April: Endlich am Ziel


Endlich angekommen. Die Entladung in Berestyn kann beginnen.
Endlich angekommen. Die Entladung in Berestyn kann beginnen.

Trotz der Umwege und der Grenz-Strapazen konnte der Konvoi am 13. April die Ankunft in Berestyn verzeichnen.


Unter anderem hatte der Konvoi folgendes geladen:


-          Drei Diesel-Notstromaggregate

-          über eine Tonne medizinisches Verbrauchsmaterial

-          Kleidung

-          wieder 200 kg unserer Grabenkerzen

-          drei Anhänger, die unter anderem dabei helfen werden, unsere und andere Spenden vor Ort zu verteilen.

-          Möbel für eine Schule die im Sommer in der Region Berestyn eröffnet und die wir unterstützen.

- und viele mehr!


Die persönliche Übergabe von Spenden. Immer wieder ein bewegender Moment für den man sich, wenn möglich,  gerne Zeit nimmt.
Die persönliche Übergabe von Spenden. Immer wieder ein bewegender Moment für den man sich, wenn möglich, gerne Zeit nimmt.

Ein riesiges Dankeschön an alle Spender und das Team, das trotz der 10-tägigen Verspätung und der Grenzschikanen die Nerven behalten hat!



Möchtest du unsere nächsten Transporte unterstützen? Informiere dich hier über aktuelle Bedarfe.






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