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Unser 17. Konvoi

Aktualisiert: 23. Jan. 2023

Donnerstag 12. Januar 2023


Der erste LKW ist gestartet


Tag 1 – Freitag 13. Januar 2023


Der zweite LKW ist gestartet



Angekommen in Polen


Ich kann Euch sagen das lief für uns heute richtig gut. Wir sitzen nach gut 700 km in Polen und erholen uns etwas von der Fahrt.

Die letzten zwei Wochen waren ganz schön stressig. Wir haben sortiert und gepackt, beladen und immer wieder überlegt was wie wohin muss.

Frachtlisten wurden geschrieben und in vier Sprachen ausgefertigt. Der Zoll, der uns in den nächsten Tagen erwartet, ein Abenteuer mit Ansage. Aber wir sind voller Hoffnung, dass es diesmal schneller geht. Egal wie es wird unsere Rheinländische/Eifeler Truppe wird es schaukeln.


Ankunft im Hotel an der polnischen Grenze nach langer Fahrt



Tag 2 – Samstag 14. Januar 2023


Nach einem Frühstück sind wir gleich gestartet. Die Bahn war frei, so kamen wir bequem durch.

In Polen gibt es eine Mautstelle mitten auf der Autobahn. Dank der Hilfe von Susi unserer Queen of Maut kommen wir zügig ohne Warten durch. Danke für deine wichtige Arbeit im Hintergrund.

Nach zwei Pausen um unsere müden Knochen mal zu bewegen sind wir dann an unserem Tagesziel angekommen. Hier wartete schon unser erster LKW auf uns.



Danke Marcel für deine Hilfe und Geduld auf der langen Strecke.


Nun warten wir nahe der Grenze auf unseren zweiten LKW. Dirk und Michael unsere zwei tapferen Fahrer haben noch Öfen auf dem Weg zur Grenze abgeholt. Männer, wir warten auf Euch.


Die Öfen sind geladen. Weiter geht es zum nächsten Stop an der polnisch/ukrainischen Grenze


Der zweite LKW mit Dirk und Michael ist eingetroffen


Tag 3 – Sonntag 14. Januar 2023

 

Heute wurde noch ein guter Tag. Gleich nach dem Frühstück machten sich Dirk und Michael auf zur Grenze. Wir verblieben noch im Hotel um auf den Fahrer für den zweiten Anhänger (Plane) zu warten.


Die Ernüchterung folgte, unser Fahrer schafft es erst morgen den Anhänger. abzuholen.


Der LKW mit Dirk und Michael hatte Probleme an der Grenze einfahren zu können.



Das verlangte nach dem Einrichten eines Notfallbüros im hinteren Foyer des Hotels. Wir telefonierten und regelten und telefonierten – und alle Probleme konnten schnell gelöst werden.


Der LKW mit Dirk und Michael wurde abgefertigt, LKW 2 (Plane) kommt Montag den Anhänger holen.


Und wir? Wir starteten durch zur Grenze. Rekord in gut 1 Stunde waren wir mit dem PKW durch. Der LKW folgte etwas später, aber wesentlich schneller als beim letzten Mal.


Alle drüben, nun noch ein gutes Stück und dann wird unser Hotel für heute bezogen. Morgen geht es dann weiter zu unsern Freunden.


PS: ein Riesen Dank an Roland der für uns mal wieder den Master of Desaster mimte und vom anderen Ende der Welt mitten in seiner Nacht für uns live am Telefon dolmetschte.

Auch heute nicht zu vergessen unser Heinz-Peter. Ohne seine fleißige Vorbereitung wäre es an der Grenze heute nicht so schnell gegangen.



Tag 4 – Montag 16. Januar 2023


Schnee, unglaublich. Da muss man in die Ukraine fahren um Schnee zu sehen. Naja, unsere Beweggründe sind natürlich andere. Und so geht es nach dem Frühstück auf unsere letzte Etappe Richtung Dmytrivka. Nasskaltes Wetter und holprige Straßen bringen uns dem Ziel, trotz allem, schnell nah.



Vor Ort werden wir von Taras dem Bürgermeister begrüßt.


Anschließend werden die Zimmer bezogen, und die Tage final bei einem gemeinsamen Abendessen mit unseren Freunden geplant.


Es ist schön zu sehen und zu hören, daß es trotz Allem weitergeht. Auch Fortschritte sind zu erkennen. Das kleine Krankenhaus so erzählte man uns, ist endlich in Betrieb.


Wahnsinn immer wieder diesen positiven Geist zu sehen in diesem Land.



Tag 5 – Dienstag 17. Januar 2023

 

Auf geht der Arbeitstag, heute wird entladen.

Als erstes geht es nach Dmytrivka an ein kleineres Lager. Hier wird alles direkt an die Bevölkerung ausgegeben. Lebensmittel, Anziehsachen, Hygiene usw., Vieles ist schön zu sehen, bereits vorhanden. Allerdings ist es viel zuwenig für die Bevölkerung auf die nächsten Monate gesehen.



Beim Ausräumen der Öfen wurden wir von einem Soldaten aus Bachmut gefragt, ob wir drei Öfen entbehren können. Klar, keine Sekunde gezögert. Bachmut ist die Hölle in Europa zurzeit.


Danach ging es zügig vor die Tore Kiews, wo wir in einem großen Lagerhaus einen großen Teil der Paletten abgeben konnten. Es wird nun zügig von dort weiter verteilt.


Fertig, von wegen – weiter geht es zurück nach Dmytrivka an ein weiteres Lager. Hier wurde dann bis zur letzten Palette alles ausgeräumt.



Die Freude war groß, bei unseren Helfern vor Ort. Und diese waren nicht wenige. Vor allem das Spielzeug für die Kinder, erfreute die Helfer.


Übrigens das meist gehörte Wort ist DANKE und das kommt hier jedes Mal von Herzen.


Man sieht, daß viel getan wurde und das gibt Hoffnung. Man spürt trotz aller Brutalität und Härte des Krieges, und der immer drohenden Gefahr alles nochmal durchleben zu müssen. Diese Stärke und Entschlossenheit nicht aufzugeben und anzupacken. Die Ukraine bleibt ein faszinierendes Land mit vielen großartigen Perspektiven in der Zukunft.


PS: Heute brauchten wir mal Hilfe. Pannenhilfe und die Hilfe war großartig.

Danke dafür an den Bürgermeister von Dmytrivka der selbst mit anpackte.



Tag 6 – Mittwoch 18. Januar 2023


Der Tag heute stand ganz im Zeichen der Feuerwehr. Voller Stolz zeigte uns die örtliche Feuerwehr unser gespendetes Fahrzeug.


Es wurden Arbeitsweisen gezeigt, und Fragen rund um das Thema Auto und die Technik besprochen. Für beide Seiten waren es interessante Stunden, die Arbeitsweise und das Handling gegenseitig anzuschauen.

 

Wir werden auch noch in Zukunft mit der Feuerwehr Dmytrivka zusammenarbeiten und die eine oder andere Übungsstunde abhalten.


Ein kleinerer Teil unserer Abordnung, schaute sich den Baufortschritt einiger Objekte an. Allem voran wird das große Mehrfamilienhaus unseres Mykola wieder vollständig aufgebaut. Finanziert wird das ganze durch Spenden einer Initiative.


Auch das kleine Krankenhaus in Dmytrivka, beim letzten Mal noch eine Baustelle, ist mittlerweile fertig und in Betrieb. Es ist schön zu sehen, daß die Spenden nicht nur ankommen, sondern auch eingesetzt werden.


Abends gab es auf Einladung vom Bürgermeister ein Treffen. Bei diesem Treffen wurden unser Verein und seine Mitglieder besonders geehrt.


Unser Gunther wurde zum Ehrenbürger der Stadt Dmytrivka ernannt. Stephan Vester und Lars Viehöver wurden zu Ehrenfeuerwehrmännern der Stadt Dmytrivka ernannt.


Ein Ehrenvoller Abend.

 

 

Tag 7 – Donnerstag 19. Januar 2023

 

Heute ging es Richtung Kiew. Auf Einladung unserer Gastgeber konnten wir uns heute Kiew anschauen. Eine wirklich wundervolle Stadt mit viel Charme. Voller Stolz bekamen wir viele schöne Ecken und Straßen zu sehen. Geschichtsträchtige Orte und Orte, die zum Verweilen einladen.



Bei einem Treffen mit einem Oberst der Medical Comand wurden zukünftige Schritte erörtert.


Gegen Nachmittag trafen wir uns nochmal mit unseren Freunden in Dmytrivka um unseren endlich eingetroffenen, zweiten LKW zu entladen.



Alle packten nochmal mit an und es wurden die letzen Dinge geklärt und erklärt.


Leider nahte auch die Stunde des Abschiedes und so ließen wir nochmal gemeinsam unser Erlebtes Revue passieren.


Es ist kein Abschied auf ewig, wir kommen wieder, um diesem kleinen Dorf und seinen tollen Einwohnern zu helfen.


Wir machen weiter so lange wie es nötig sein wird, mit Herz und Leidenschaft.



Tag 8 – Freitag 20. Januar 2023


Nach einem Frühstück, machen wir uns auf dem Weg zu einem Krankenhaus in der Nähe von  Schytomyr. Hier werden in erster Linie Soldaten mit schwerst und schwersten Verletzungen von der Front versorgt. Das Krankenhaus ist weit entfernt von der Moderne eines heutigen Krankenhauses wie wir es kennen. Dennoch wird dort hart und mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln gearbeitet.


Wir können erste Spenden übergeben, und lassen uns bei einer Führung zeigen was noch dringend benötigt wird.



Wir sehen die Härte und Brutalität des Krieges, aber auch die Hoffnung in den Augen der Verwundeten und Angestellten. Uns wird es eine Herzensangelegenheit  sein, dieses Krankenhaus mit all seinen Menschen zu unterstützen.


Alexander, schwer verletzt, aber auf dem Weg der Besserung. Durch die Spende der Uni Klink Bonn können weitere Verletzte mit externen Fixateuren gut versorgt werden. Danke für die Hilfe.


Wir verabschieden uns und fahren Richtung Heimat. Es liegt ein langer und schneereicher Weg vor uns, der uns voraussichtlich erst Sonntag daheim ankommen lässt.


Auch diesmal nehmen wir wieder vieles an Emotionen und Eindrücke mit nach Hause. Eines ist uns jetzt schon klar, wir werden weiter machen – Hilfe die ankommt zu leisten.



Hilfe ist angekommen, alle wieder wohlbehalten zurück


Mit der Abfahrt des LKWs hat der Blog begonnen, mit der Ankunft des LKWs endet dieser Blog.

Vielen Dank an Dirk und Michael, die nach vielen Stunden Fahrt am 20. Januar 2023 um 20.00 Uhr angekommen sind..


Und einen haben wir noch:

 

Stephan Vester


Heute wollen wir mal einen erwähnen, ohne den so einiges nicht möglich gewesen wäre.


Er hat Organisationstalent und weiß, wie man strukturiert. Unsere Transporte und die mitfahrenden Anhänger sind bis ins kleinste Detail korrekt gepackt. Keine Last und keine Güter schaukeln lose herum. Alles steht da, wohin es gehört und ist fest verzurrt.


Auch die Feuerwehr Dmytrivka konnte schon viel von seinem Wissen profitieren und er ist dort ein sehr gern gesehener Gast.


Und nicht nur das, seit neustem ist er Ehrenmitglied der Feuerwehr in Dmytrivka. Glückwunsch hierzu von uns Allen.



Er wäre diese Tour gerne mitgefahren. Doch leider ist die Gesundheit manchmal ein mieser Verräter und machte es unmöglich mitzukommen.


Stephan wir senden dir Beste Grüße komm wieder auf die Beine und werde in Ruhe gesund. Wir brauchen dich als Freund und Mensch und schätzen dich auch als solchen.

 

 

 

 







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